Was war das nicht schön als Google+ gestartet ist und sich dort fast ausschließlich die Heavyuser der Social Media Welt herumgetrieben haben. In jedem Stream gab es so richtig viel Nerdkram und Businesscontent. Alle waren verschont von Spieleeinladungen und all den damit verbundenen dämlichen Statusmeldungen. Ebenso all die Horoskope und Glücksnüsse und Fragen deren Antwort eh keinen interessieren. Wunderbar diese pseudo-intellektuelle Welt
Blöderweise hat Google aber einiges mehr vor, schließlich hat man an die ungefähr 25 Millionen User jeweils 150 Einladungscodes vergeben und will damit den Weg in die breite Öffentlichkeit gehen. So weit, so gut. Doch was denkt wohl die 17 jährige Claudia wenn sie zum ersten Mal Google+ von innen sieht und dort mit Studien zu Social Commerce und allerlei Nerdkram konfrontiert wird? Richtig:
Wo ist meine Farm?
Und genau diesen innerlichsten Wunsch der breiten Usermasse geht Google+ jetzt an. 10 Millionen Nerds machen eben noch kein Facebook. Das nervt jetzt natürlich all jene die sich von Google+ eine Alternative zu Facebook erhofft haben und endlich ohne all den nervigen Kram auskommen wollten. Caschy titelt dazu: Och nöööööööö! wird aber am Ende auch nichts daran ändern. Die Leute wollen eben ihre Spiele so wie die Firmen ihre Businessseiten wollen, wer wichtiger ist sieht man ja jetzt schon.
Am Ende läuft es eben doch einfach auf ein anderes Facebook hinaus. Vermutlich sogar ein besseres, allein dank der vielen tollen Googledienste die es eh schon gibt. Mit der Öffnung für Spiele hat dann wohl auch die nächste Phase im Kampf begonnen, denn jetzt wird sich zeigen ob Google+ tatsächlich eine Chance hat oder eher nur ein Nischennetzwerk bleiben wird.
